15. März 2018

„Die 66“ bewegt!

Mobilität der Zukunft: Mehr Lebensqualität für alle

Exklusive Radschnellwege ohne Kreuzungen, ein flächendeckendes Netz an Fahrrad- und Autoverleih-Stationen und Leitsysteme für Fußgänger – es gibt viele Ideen, um umweltfreundlicher und zukunftsorientierter unterwegs zu sein, egal ob im Auto oder auf dem Fahrrad. Wer möchte, kann sich durch moderne Elektroantriebe beim Fahrradfahren unterstützen lassen und das auf der „Die 66“, von 20. bis 22. April auf dem Messegelände in München, gleich ausprobieren.

Unsere Städte sollen grüner und lebenswerter werden – ein Ziel, für das sich in München unter anderem der gemeinnützige Verein Green City einsetzt. Ein wichtiges Thema dabei ist die Mobilität, insbesondere die Möglichkeit, sich umwelt- und sozialverträglich von A nach B zu bewegen. Andreas Schuster, Leiter Mobilität bei Green City e.V., hat eine Vision: „Schön wäre, wenn die Menschen alles zu Fuß, mit dem Fahrrad und einem gut ausgebauten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen könnten.“ Als gelegentliche Ergänzung sieht er Angebote wie Carsharing oder Ridesharing, bei Ersterem wird das Fahrzeug geteilt, bei Letzterem die Fahrt. Nötig sei dafür auch ein flächendeckendes Netz an Fahrrad- und Autoverleih-Stationen.

Internationaler Trend: Fußgängerleitsysteme
In London, Paris oder New York sind sie längst angekommen: die Fußgängerleitsysteme. Die Schilder zeigen an, wie weit das nächste Ziel entfernt ist und wie lange man bis dahin noch geht. „Die Menschen schätzen die Entfernung auf der Karte oft nicht richtig ein und denken, der Weg sei weiter, als er tatsächlich ist“, sagt Andreas Schuster. Um die Menschen zum Gehen zu motivieren, hält er auch in München ein Fußgängerleitsystem für sinnvoll.

Auf Platz 1: Das Fahrrad
Den wichtigsten Platz beim Thema „Mobilität der Zukunft“ räumt der Experte aber dem Fahrrad ein, bei dem er viele Vorteile sieht: Radfahrer sind selbstbestimmt, sie entscheiden, welchen Weg sie fahren und ob sie zwischendurch anhalten möchten. Gleichzeitig ist das Fahrrad preiswert und es erlaubt die Bewegung zwischen relativ weiten Distanzen. Das hat auch die Politik erkannt und die ersten Radschnellwege in Deutschland auf den Weg gebracht. „Diese Wege sind vier Meter breit, sowie kreuzungs- und ampelfrei. Sie ermöglichen jedem, gut voranzukommen und bei Bedarf sicher zu überholen“, erklärt Schuster. Er ist sich sicher: „Diese Art der Mobilität wird in Zukunft für noch mehr Menschen zugänglich sein, als es jetzt der Fall ist.“ Er begründet das mit neueren Entwicklungen wie Lastenfahrrädern, Elektrorädern und elektrifizierten Dreirädern. Lastenfahrräder machen es möglich, auch den Einkauf oder Kinder zu transportieren, die boomenden Elektroräder sorgen dafür, dass auch Anstiege oder weitere Strecke problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können. Green City hält zum Thema Fahrrad auch einen Vortrag auf der „Die 66“: „Radeln in allen Lebenslagen“, von Eva Maschino, Green City e.V. (20. April, 15 Uhr, Halle A6, Raum Wissen).

Gerade Elektroräder machen momentan einen Imagewandel durch: Sie werden leichter, sportlicher – und unauffälliger. Der Akku landet in der Satteltasche, das Steuergerät wird in der Trinkflasche versteckt. Doreen Biernat von Tegernsee Bike sagt: „Die Räder sind optisch kaum noch als E-Bikes zu erkennen“. Wer sich kein neues Fahrrad kaufen will, kann auch sein bewährtes behalten – egal ob Cityrad, Lastenrad oder Mountainbike – und bei Anbietern wie Tegernsee Bike zum Elektrorad umbauen lassen. Weitere Informationen zu diesem Angebot erhalten Besucher der “Die 66” am Stand von Tegernsee Bike, Halle A5, Stand 336.

Auch die von Andreas Schuster angesprochenen motorisierten Dreiräder gibt es auf der Messe: Das Elektromobil von „TravelScoot“ lässt sich unkompliziert und schnell zusammenklappen und in öffentliche Verkehrsmittel mitnehmen. Elektromobile sind oft schwer und wenig reisetauglich: „Ich habe mich auf Leichtbau spezialisiert und mit 16 Kilo das weltweit leichteste Elektromobil entwickelt“, erzählt „TravelScoot“-Erfinder Hartmut Huber. Die Firma präsentiert sich auf der „Die 66“, der Deutschlands größten 50plus Messe: „TravelScoot“, Halle A5, Stand 221.

Mobil sein, mobil bleiben
Ältere Verkehrsteilnehmer sind erfahren, fair und aktiv. Speziell an sie richtet sich ein Angebot der Landesverkehrswacht Bayern, mit der Bezeichnung „Sicher unterwegs“. Im Theorieteil geht es um neue Verkehrszeichen und ihre Bedeutung, um energiesparendes Fahren und um neue technische Entwicklungen. Mehr darüber erzählt Ulrich Trojer in seinem Vortrag: „'Sicher unterwegs', das Verkehrssicherheitsprogramm für erfahrene Verkehrsteilnehmer“ (22. April, 13.30 Uhr, Raum Wissen 2). Außerdem referiert der Experte zum Thema „Mühelos und barrierefrei unterwegs in Stadt und Land“ (20. April, 11.15 Uhr, Raum Wissen 2).

Mobil heißt auch aktiv
Für die nötige Fitness, um mobil zu bleiben, sorgt die Messe „Die 66“ ebenfalls: Yoga, Zumba, Selbstverteidigung und vieles mehr werden täglich auf der Sportbühne in Halle A6 angeboten. Die Tanzschule am Deutschen Theater bringt die Besucher mit Walzer, Discosamba oder Merengue in Schwung (täglich auf der Tanz- und Musikbühne in Halle A5). Das Wichtigste: Mitmachen ist jeweils angesagt. Wer schon immer mit Golfspielen geliebäugelt hat, kann es jetzt ausprobieren (täglich auf dem Golfparcours in Halle A6). Wer wegen einer Herzerkrankung lieber vorsichtig anfängt, ist bei „WALK 5“ und dem Herz-Aktiv-Tag richtig (21. April, 11.30 Uhr, 12.30 Uhr und 13.30 Uhr, Stand 224, Halle A5).

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